Man kann eine Mumie jahrelang studieren und trotzdem einen entscheidenden Hinweis entdecken. Im jahr 2001 zeigte ein röntgenstrahl einen steinpfeilkopf in tzis linker schulter. Eine kleine Eingangswunde wird dann in seinem Rücken identifiziert. Der Körper behielt somit die Spur einer Gewalt lange unbemerkt.
Nach Angaben des Archäologischen Museums Südtirol erreichte der Pfeil eine wichtige Arterie, was zu einem tödlichen Blutverlust führte. Eine schwere Kopfverletzung wurde ebenfalls beobachtet, aber der genaue Mechanismus bleibt diskutiert. Der Stiel wurde entfernt; die Spitze blieb im Körper.
Diese Beobachtungen ermöglichen es, von einem gewaltsamen Tod zu sprechen, ohne einen Schuldigen zu benennen oder sein Motiv zu fabrizieren. Das Museum stellt diese Fragen als offen dar. Die Untersuchung gewinnt daher an Präzision, behält aber ihre Grenzen bei. Der gefundene Punkt sagt nicht die ganze Szene: Er beweist vor allem, wie sehr ein winziges Objekt die Lesart eines mehrere Jahrtausende alten Körpers verändern kann.
Was wir wissen
Autor und Motiv der Aggression unbekannt; Szene nicht rekonstruiert.
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